erschienen in: ZfA Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Heft 3/2023
Format: Publikation
Autor: Depenbusch, S.; Schaper, N.; Schumacher, J.-P.
Fördermaßnahme: Zukunft der Arbeit: Mittelstand - innovativ und sozial - 2017 bis 2020
Erscheinungsjahr: 2023
Zur VeröffentlichungIn Zeiten der Digitalisierung ist es wichtig, Kompetenzanforderungen in Bezug auf zukünftig digitalisierte Geschäftsprozesse herzuleiten. Virtual Reality (VR) ermöglicht es, diese Prozesse anschaulich und erlebbar darzustellen. Daher bietet die VR besondere Potenziale für die prospektive und prozessbezogene Kompetenzmodellierung (PKOM) und die Einbindung der Mitarbeitenden als Kompetenzmodellierer:innen. Um diese potenziellen Vorteile zu untersuchen, wird ein VR-basierter PKOM-Ansatz pilotiert und mit einem konventionellen PKOM-Ansatz verglichen. Zur Herleitung von VR-Eigenschaften, die besonders unterstützend in diesem Kontext sind, wurde die Nutzerakzeptanz des eingesetzten VR-tools evaluiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die realitätsnahen Visualisierungs- und Interaktionsmöglichkeiten der VR einen prospektiven und prozessbezogenen Analysefokus unterstützen. Auf diese Weise werden Mitarbeitende dazu befähigt, zukünftige Kompetenzanforderungen in Bezug auf einzelne Prozessschritte zu identifizieren. Der Vergleich mit dem konventionellen PKOM-Ansatz zeigt, dass die in der VR entwickelten prospektiven und prozessbezogenen Kompetenzmodelle einen höheren Detaillierungsgrad hinsichtlich der Anzahl der identifizierten Kompetenzanforderungen aufweisen. Im Zuge der Evaluation der Nutzerakzeptanz werden konkrete VR-Eigenschaften herausgearbeitet, die für den PKOM-Ansatz besonders nützlich sind (z.?B. 3D-Visualisierung, wahrgenommene Immersion).